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Projekt „Graffiti“ an der Bisttalschule Wadgassen-Bous

veröffentlicht um 03.05.2017, 04:00 von Wolfgang Heitz

Jedes Jahr führen die Schüler und Schülerinnen der freiwilligen Ganztagsbetreuung an der Bisttalschule Wadgassen-Bous ein größeres Projekt durch. Diesmal beschäftigte man sich auf Wunsch der Schüler mit dem Thema „Graffiti“ und man konnte mit Herrn Emanuele Di Paola, Kunsttherapiestudent an der Hochschule für künstlerische Therapien, auch einen ausgewiesenen Fachmann und anerkannten Graffitikünstler für dieses Projekt gewinnen. An der Stelle gilt ein besonderer Dank dem Träger der Ganztagsbetreuung, dem SWSM Sozialwerk Saar-Mosel gGmbH, und dem Bildungsministerium, die mit ihrer Unterstützung bzw. mit ihren Zuwendungen das Projekt erst ermöglichten.

Nachdem man ziemlich schnell das Ziel des Projektes ausgewählt hatte, nämlich die künstlerische Gestaltung der kahlen Wände im Speisesaal, erarbeitete  man sich in mehreren Nachmittagsterminen die theoretischen und praktischen Grundlagen der Graffiti-Kunst. Danach wurden die Schüler mit der Graffiti-Technik vertraut gemacht. Sie lernten Begriffe kennen wie „caps“ (Sprühdose), „fat cap“ (breiter Sprühstrahl), „skinny cap“ (dünner Strahl) oder „stencils“ (Schablonen). An Übungsobjekten wurden anschließend der richtige Sprühabstand und die korrekte Haltung der Sprühdose ausprobiert. Darüber hinaus bekamen die Schüler eine Einführung in die Farbenlehre, die Farbwirkung und Farbharmonie. Sie lernten, welche Farben zusammen passen, was Komplementärfarben sind und wie sich dies auf die Farb- und Lichtwirkung auswirken kann. Bei der Auswahl des Bildmotivs war man sich dagegen schnell einig. Man entschied sich für die Skyline einer amerikanischen Großstadt sowie eine überdimensional große Comicfigur, die in einem Buch liest, aus dem kleine Flugzeuge herausgewirbelt werden. Mit dem Ergebnis konnte man zufrieden sein und es gab viel Lob von den Mitschülern bzw. den Lehrern der Bisttalschule für das tolle Wandgemälde.

Übrigens: Der Referent hat großen Wert darauf gelegte, den Schülern einen verantwortungs-vollen Umgang mit den Spraydosen beizubringen. Alle waren sich einig, dass für sie wilde Graffiti-Schmierereien tabu sind.
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